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MOS Konzept

Übersicht

Die Herausforderung

Die Herausforderung
für unsere Schule

Die Montessori Fachoberschule München (kurz MOS München) sieht sich als eine Alternative zum staatlichen Schulsystem, um die Vielfalt der deutschen Schullandschaft zu vergrößern.

Wir sind die Sekundarstufe II von 16 reformorientierten Montessori-Grund- und Mittelschulen in und um München, in denen die Lernenden länger gemeinsam lernen können – ohne wie in Bayern ansonsten üblich, nach der 4. Klasse selektiert zu werden. Bis zur 10.Klasse können die Schüler in jahrgangs- und leistungsgemischten z.T. auch in integrativen Klassen ohne Notendruck lernen.

Keine Noten

Keine Noten

In der MOS München vergeben wir ebenfalls keine Noten, da wir überzeugt sind, dass Noten als Leistungsbewertungssystem nicht förderlich sind. Die Leistungsrückmeldung wird ausschließlich als Feedbackgegeben, welches natürlich auch „notenrelevant“ ist, damit die Lernendenzu jeder Zeit wissen, wie ihre Leistung unter Prüfungsbedingungen bewertet werden würde.

(mehr dazu https://www.eine-schule.de/warum-keine-noten/ )
Die Erkenntnis, dass jedes Kind gerne lernt, ist für uns ein Leitmotiv und so begegnen wir auch unseren Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Die Ziffernoten hindern in der Regel die intrinsische Motivation, welche Kinder von Natur aus besitzen – die aber oft im frühen Grundschulalter durch die„Noten-Konditionierung“ nach und nach verdrängt wird.
Unsere große Herausforderung ist es, die intrinsische Motivation im Jugendalter mit dem staatlich vorgegebenen Fächerkanon und der Prüfungsstruktur zusammenzubringen.

Unsere Feedbackstruktur mit den individuellen Feedbackgesprächen, die das Notenzeugnis ersetzt, erreicht beides: eine Leistungseinschätzung, die aber gleichzeitig förderlich ist.

Das Feedbackprotokoll (anstatt eines Notenzeugnisses) beinhaltet eigene Kategorien der Leistungseinschätzung:

Inhaltliche Leistung:

„Produkt“

„Produkt“

Dieses Kriterium beinhaltet: z.B. Lernplanarbeit, Handout, Aufsätze, Plakate, Modelle, eigene Lernmaterialien (wie z.B. Zeitleisten), Lernfilme, Selbsteinschätzungstests, praktische Arbeitsaufträge in Darstellung, Projektarbeit, etc.

Inhaltliche Leistung:

„Präsentation“

„Präsentation“

Dieses Kriterium beinhaltet: z.B., Referate, Präsentationen, group-discussions, mündliche und praktische Beteiligung, gegenseitige mündliche Prüfungssimulationen, Performance, Lernspiele, Experimente, etc.

Fachliche Leistung:

„Prüfungen“

„Prüfungen“

Dieses Kriterium beinhaltet: alle schriftlichen und mündlichen Tests in der Test-Phase, sowie das Vorabitur (11. Klasse) und das Probe-Abitur (12.Klasse), die Tests können vom Lehrer aber auch von Lernenden begutachtet bzw. korrigiert und eingeschätzt werden

Methodische Leistung:

„Portfolio“

„Portfolio“

Dieses Kriterium beinhaltet: Ordnung im Material bzw. Ordner, langfristige Prüfungsvorbereitung, eigene Lernmaterialien (wie z.B. Lernkarten), etc. diese dienen zur Grundlage zur Einschätzung des individuellen Leistungsstands.

Soziale Leistung:

„Arbeitsverhalten“

„Arbeitsverhalten“
(persönliches Lernverhalten)

Dieses Kriterium beinhaltet: Verbindlichkeit (Abgabetermin, Pünktlichkeit), Selbsteinschätzung, Kritikfähigkeit, Bereitschaft zur Konfliktlösung, Team- Fähigkeit, Achtsamkeit mit Materialien, Konzentrationsfähigkeit, Anwendung von Lernstrategien.

Die Selbsteinschätzung des Schülers und die Feedbacks an die Lehrpersonen sind bei den Feedbackgesprächen ein wichtiges Element. Sie werden schriftlich in den Feedbackprotokollen dokumentiert.

Unser Motto:

Let ́s create a world people want to be a part of

Let ́s create a world people want to be a part of

prägt die Schulatmosphäre – das gegenseitige Vertrauen, der Respekt, die Begegnung auf Augenhöhe – bedingt, dass junge Menschen zum großen Teil gerne in die Schule kommen, um sich dann der Herausforderung des Lernens zu stellen. Das angstfreie Lernklima (befreit von Stehgreif-, Abfrage- und Notenangst) fördert ihre Lernbereitschaft – auch in den Fächern, wo ihre Präferenz nicht liegt.

Wir wollen diese Pädagogik für möglichst viele Lernende zur Verfügung stellen – was uns als private Schule relativ gut gelingt. Der bayerische Staat erstattet die Personalkosten, sowie die Unterrichtsstunden laut Stundentafel erteilt werden.

Durch das Solidaritätsprinzip, konnten wir bislang alle aufnehmen, die an die MOS kommen wollten.

Z.B. bekommen auch alle Absolventen der SchlaU-Schule (schulanaloger Unterricht für unbegleitete Geflüchtete www.schlau-schule.de) auf der MOS eine Schulplatzgarantie mit einem freien Schulplatz. Aber auch Familien aus Deutschland bzw. Europa können diese Reduktion bzw. den Freiplatz beantragen.

Unser Ziel ist es, unsere Schule und unsere Art der Pädagogik möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen.

Studierzeit

Studierzeit

Die Studierzeit hat sich aus der „Freiarbeit“ entwickelt, die auf Montessori Grund- und Mittelschulen ein wesentliches Element der Pädagogik darstellt. Die Freiarbeit kann als eine Unterrichtsform bezeichnet werden, in welcher der Schüler aus einem differenzierten Lernangebot den Gegenstand seiner Tätigkeit, die Ziele, die Sozialform, sowie die Zeit, die er auf den gewählten Aufgabenbereich verwenden will, so weit wie möglich selbst bestimmen kann.

Der Schüler soll sich frei im Raum, im Schulhaus und darüber hinaus im gesamten Schulgelände bewegen können, um auch aktiv Kontakt mit anderen Mitschülern aufzunehmen, um sich helfen zu lassen oder zu helfen.

In der MOS München wurde von einigen Fächern jeweils eine Stunde aus dem Unterrichtskontingent herausgenommen, damit die Fachlehrer während der Studierzeit den Schülern helfend zur Seite stehen können. Anhand des Studierzeit-Stundenplans können die Schüler zusätzlich zum fachgebundenen Unterrichtsangebot individuell ihre Studierzeiten auswählen. Dabei steht es ihnen frei, den Lehrer, das Fach, den Raum und die Sozialform des Lernens zu wählen.

Die Studierzeiten sind in die ersten zwei Stunden, aber auch in die Nachmittagsstunden gesetzt, damit man dem Bio-Rhythmus der Jugendlichen gerecht werden kann, damit haben wir eine flexible Ankunftszeit.

Lernplan

Lernplan

Der Lernplan, welcher in drei Schulphasen (Trimester) eingeteilt ist, konkretisiert die Themen des Jahresplans (vergleichbar zu einem Vorlesungsverzeichnis). Dabei soll beachtet werden, dass

  • eine gewisse Wahl der Arbeitsaufträge möglich ist,
  • Klarheit für die Verbindlichkeit der Unterrichtseinheiten und Arbeitsaufträgen herrscht
  • und die Transparenz der Feedback-Bewertungen gewährleistet ist.

Der Lernplan soll in erster Linie die Selbstständigkeit fördern, d.h. die Schüler müssen zu jeder Zeit wissen, woran sie sind und was sie lernen, erarbeiten bzw. nachholen müssen.
Die Schüler müssen wissen, welche Einheiten verpflichtend und welche freiwillig sind, welche Arbeitsaufträge verbindlich und welche optional sind und wie sie die verpassten Einheiten nachholen können.

Digitale Umgebung

Digitale Umgebung

Wir verstehen die digitale Umgebung als einen Teil der vorbereiteten Umgebung, die darüber hinaus die Lehrpersonen, den Fachraum und die Materialien miteinschließt. (Mehr Info: http://www.montessoribayern.de/landesverband/paedagogik/die- paedagogik-ihre-bereiche/die-vorbereitete-umgebung.html)

Wir bieten allen Schülern den Zugang zur Plattform Vibos (virtuelle Berufs- und Fachoberschule) und Mebis (Bildungsplattform bayrischer Schulen) an, worin die Lehrer Lernunterlagen und andere Materialien hochladen können, damit sie allen zugänglich sind.

Darüber hinaus haben wir einen eigenen Schulserver, zu dem Schüler wie Lehrer auch von außerhalb der Schule Zugriff haben.

In allen Unterrichtsräumen ist eine standardisierte digitalisierte Umgebung aufgebaut (Rechner mit Zugriff auf den Schulserver und ins Internet, Beamer bzw. Smartboard und Dokumentenkamera).

Betreuungsgruppe

Betreuungsgruppe

Jeder Schüler ist in einer Betreuungsgruppe innerhalb der Fachrichtung eingeteilt, die sich auch einmal in der Woche zu einer festen Stunde, die im Stundenplan verankert ist, treffen. In der Regel sind diese Betreuungsgruppen jahrgangsübergreifend, damit sich die Schüler aus verschiedenen Jahrgängen auch näherkommen und dadurch gegenseitig unterstützen können.

Betreuungslehrer

Betreuungslehrer
sind verantwortlich für:
  • Die Unterstützung der von ihm betreuten Schüler, so dass diese die ihrem Leistungsvermögen entsprechenden Ziele während ihrer Zeit an der MOS München erreichen können.
  • Die Kommunikation der betreuten Schüler zu den Mitgliedern des Lehrerteams ihrer Klassen.
  • Die Intervention in Konfliktfällen zwischen Schüler – Lehrer, Schüler– Schüler.
  • Das Zurechtfinden der Schüler in die Abläufe und das Lernen an der MOS
  • Die Vertrauensbildung der Eltern und Schüler in die MOS
  • Die Beteiligung der Schüler am kulturellen Leben an der MOS
  • Den Informationsfluss

Schulpsychologische Beratung, Lern-Coaching und Nachteilsausgleich

Schulpsychologische Beratung, Lern-Coaching und Nachteilsausgleich

Für alle Schüler mit besonderem Betreuungsbedarf haben wir zusätzlich eine wöchentliche Sprechstunde mit einer erfahrenen Psychologin (Schulpsychologische Beratung) und einen Mental-Coach (Lern- Coaching), der auch die sozialpädagogischen Betreuungen übernimmt, die die Betreuungslehrer nicht leisten können. Eine Lehrerin ist für alle Fragen des Nachteilsausgleichs (Legasthenie oder dauernde Beeinträchtigungen aufgrund eines Krankheitsbildes) zuständig und bietet eine wöchentliche Sprechstunde an.

Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

Die MOS München verpflichtet sich dem Prinzip der gegenseitigen Hilfe (im Gegensatz zum Prinzip des „survival oft the fittest“) in der täglichenschulischen Gemeinschaft.
Darüber hinaus ist die MOS München im überregionalen Schulverbund„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ Mitglied.

Seit vier Jahren kooperieren wir mit der SchlaU-Schule (schulanaloger Unterricht für junge Flüchtlinge) und geben unbegrenzt Freiplätze für ehemalige SchlaU-Schüler. In diesem Schuljahr sind afghanische, syrische, irakische, iranische, eritreische und tibetische Schüler und Schülerinnen Mitglieder unserer Schulfamilie und bereichern uns mit ihrem besonderen Hintergrund.

In den letzten Schuljahren hat die Projektgruppe „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ – bestehend aus Schülerinnen, Schüler und Lehrpersonen – einige Projekte geplant, organisiert und durchgeführt. Wie z.B.

  • Afghanistan-Abend,
  • Diskussionsforum „Anarchismus“ und „Gender“
  • MOS World Day
  • Fußballturniere mit der SchlaU-Schule
  • Experten-Runden „Islam“, „Buddhismus“, „Sucht“
  • Einladung vom KZ-Zeitzeugen (Max Mannheimer)
  • Ausstellung „Nakba“
  • Diskussionsrunde mit Harald Leschhttps://www.youtube.com/watch?v=6gHNEoG_Yhk
  • Lesung über Rassismus in der Geschichte von Loel Zwecker
  • Etc.